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Montag, 25. September 2017

Vera Buck | Runa | Rezension

Rezensionsexemplar *Gesponserte Produktplatzierung*
Äääääätsch, sowas gibt es nun öfter zu lesen.
Ich habe es angefordert wegen dem Klappentext, der wirklich sehr vielversprechend gewesen ist.


» MAN KAM NICHT HER, UM ZU GENESEN, SONDERN UM ZU STERBEN. «

Paris 1884. In der neurologischen Abteilung der Salpêtrière-Klinik führt Dr. Charcot Experimente mit hysterischen Patientinnen durch. Seine Hypnosevorführungen locken Besucher aus ganz Europa an; wie ein Magier lässt der Nervenarzt die Frauen vor seinem Publikum tanzen. Dann aber wird Runa in die Anstalt eingeliefert, ein kleines Mädchen, das all seinen Behandlungsmethoden trotzt. Jori Hell, ein Schweizer Medizinstudent, wittert seine Chance, an den ersehnten Doktortitel zu gelangen, und schlägt das bis dahin Undenkbare vor. Als erster Mediziner will er den Wahnsinn aus dem Gehirn einer Patientin fortschneiden. Was er nicht ahnt: Runa hat mysteriöse Botschaften in der ganzen Stadt hinterlassen, auf die auch andere längst aufmerksam geworden sind. Und sie kennt Joris dunkelstes Geheimnis ...




Titel: Runa
Autorin: Vera Buck
Genre: Roman
Verlag: Limes
Seitenzahl: 602
Erschienen: 24.08.2015
Bewertung: 3 von 5 Sternen




Vielsagender Klappentext, nicht wahr? Beginnen wir doch mit unserem Protagonisten Johann Richard Hell. Er stammt aus der Schweiz und möchte in Paris seinen Doktor in Medizin machen um daheim ein Problem zu lösen in das auch sein bester Freund Paul Eugen Bleuler verwickelt ist, der ebenfalls Medizin studiert.
Jori wohnt bei einer spießigen, älteren Dame - Mme (Madame) Villon. Ihre Neugier kennt keine Grenzen.

Runa, ein neunjähriges Mädchen mit zwei unterschiedlich großen Pupillen, das weder spricht noch irgendeine Art von Mimik oder Gestik von sich gibt. Hysterie? 

Im Laufe der Geschichte verändern sich die Beziehungen, so gewinnt Jori an Bekanntheit und damit zugleich an ungewollten Bekanntschaften... Babinski, der wohl schmierigste Handlanger des großen Dr. Charcots scheint nach und nach mehr Interesse an Joris Unternehmung zu haben.

Joris Ziel: Herauszufinden wie er wo diesen Teil des Gehirns wegschneiden kann, um ein gesellschaftsuntaugliches Mädchen der gesellschaft beiwohnhaft zu machen, ist das verständlich? Nicht wirklich, aber früher gab es keine Erkenntnisse über solche Dinge. Frauen, die sich der Onanie hingeben gelten als hysterisch sowie andere Zurückgebliebene als Versuchspersonen für Übungszwecke am menschlichen Hirn verwendet werden. Aber wie viele Menschen dürfen für medizinische Zwecke sterben? 
Wer die Geschichte von Paris kennt, sollte nicht die Katakomben vergessen, denn dort gehen nicht nur die berüchtigten Konvulsionäre umher, sondern auch Forschungen und Täuschungen...

Neben Jori und Runa gibt es noch drei weitere Erzählungsstränge, die nach und nach zueinander finden.
Monsieur Lecoq, wenn er denn so heißen mag - ein sogenannter Verbrecher und Romanfigur. Versteht Ihr nicht? Gut, Ich im weiteren Verlauf ebenso wenig.

Der Schreibstil ist leicht verständlich und die Gliederung auch durchaus. Was gibt es also noch zu diesem Roman zu sagen?


Die Atmosphäre, die Medizingeschichte und die Ausarbeitung der Charaktere sind wirklich wunderbar gestaltet. 
Die Spannung bzw. das Interesse an dem Roman sind stetig gegeben, was mit Sicherheit an der Atmosphäre liegt und die Entwicklung von Jori mit Runa, sowie Pauline und Luys.

Es hat mir bis kurz vor Ende wirklich gut gefallen. Es wurde nach und nach spannender und interessanter, aber leider leider kam dann das Ende. Kein offenes, kein verständliches und vor allem kein für mich gutes Ende. Es kam noch ein Hauch von möglicher Übernatürlichkeit, die das Fass zum überlaufen bringen wollten, sodass Ich Runa bewerte mit "nur"

 3 von 5 Sternen.

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